„Bergpreis“ – Persönliche Gedanken zum Wahlkampf

Es ist mir ein Anliegen, einige Gedanken zu meinem Wahlkampf zu publizieren, weil ich als Familienvater von drei Söhnen im Alter zwischen 6 und 11 und/oder als nicht Ur-Chamer in einer anderen Position bin, als die meisten meiner politischen Mitbewerber.

Derzeit ist der sogenannte Wahlkampf voll am Laufen. Das bedeutet in erster Linie, dass nun eine relativ lange Planungsphase zu Ende geht und diverse Wahlkampf-Massnahmen umgesetzt werden.  Wie schon 2014 habe ich dieses Jahr drei Funktionen. Einerseits bin ich nach wie vor Präsident der FDP Cham und wir haben unser „Tagesgeschäft“ am Laufen. Die Arbeit dafür hält sich glücklicherweise in Grenzen. Daneben bin ich vor allem Wahlkampfleiter der FDP Cham. Im Gegensatz zu meinem ersten Wahlkampf im 2014 habe ich dieses Mal nicht fast vergessen, dass ich selber ja auch noch ein Amt anstrebe und ich deshalb auch noch in eigener Sache „kämpfen“ muss. Wobei ich das Wort „Kampf“ überhaupt nicht mag. Für mich sind Wahlen vielmehr eine Art Zwischenzeiten bei einem Rennen, wo man sich Bonifikationen holen kann. Letzten Endes kämpft man für ein gesellschaftliches Ideal. Entsprechend ist es sicher so, dass auch ich nun einen Zwischenspurt einlege, um am 7. Oktober in eine Position zu gelangen, in welcher es einfacher ist, die Gesellschaft mitzugestalten. Wie ich es zu meinen besten Halbmarathon-Zeiten auch immer zu machen pflegte, halte ich ein gewisses, nachhaltiges Tempo so aufrecht, dass ein Zwischen- oder Schlussspurt möglich ist. Konkret bedeutet dies, dass ich meine politische Aktivität nicht in einem Jahr merklich erhöhe, um gewählt zu werden. Erstes denke ich, dass dies bei den Wählern nicht gut ankommt. Alle vier Jahre an ein Fest zu gehen, um sich zu zeigen, ist auch aus meiner Sicht nicht eine gute Strategie. Ich habe mir stets geschworen, dass ich mich selber bleiben will und ich der Politik wegen mich nicht verbiegen will. Wenn ich kein Interesse an etwas habe, ist das auch in Wahljahren so. Andererseits ist es mir neben dem Job und der Familie gar nicht möglich, das Tempo derart zu erhöhen. Hier sind Politiker, welche keine oder bereits erwachsene Kinder haben, klar im Vorteil. Politik findet ja vor allem am Abend und am Wochenende statt. Just also zu jenen Zeiten, in welchen die Alternative „Familie“ heisst. Ich hoffe, dass die Chamer Wähler estimieren, dass ich gewillt bin, in der Politik gezielt auch Familienanliegen zu vertreten, weil ich diese mehr oder weniger „brühwarm“ einbringen kann. Das bedeutet aber auch – und dies ist mir ein sehr wichtiger Punkt – dass ich schlichtweg nicht immer überall sein kann und will. Es gibt aber auch Ausnahmen: Insbesondere am Samstag Morgen sind Besuche von Anlässen für meine Frau oftmals eine willkommene Gelegenheit, weil ich dann meine drei Buben mitnehmen und so zu Hause für Ruhe sorgen kann. Das wird immer so sein.

Da die Politik aber irgendwie in meinen Adern zu fliessen scheint, werde ich sicher immer ein relativ hohes Tempo haben und mich ab und zu auch pointiert äussern.

Für den Wahlkampf 2018 ist es mir wichtig, einen geradlinigen Wahlkampf zu führen. Das bedeutet, ich bin mich selber, verbiege mich nicht, mache nicht Dinge, die ich sonst nicht tue und zeige einen angebrachten Einsatz inklusiver guter Präsenz auf den Chamer Strassen. Aus diesem Grund habe ich auch alle meine Wahlkarten persönlich in zahlreiche Chamer Briefkästen verteilt. Ich habe dabei verschiedene Chamerinnen und Chamer an ihrem Wohnort persönlich getroffen. Es waren allesamt gute, sympathische Gespräche und ich konnte sogar einige davon überzeugen, wählen zu gehen! Zur Geradlinigkeit gehört für mich auch, als Politiker unabhängig zu bleiben. So habe ich persönlich keine Wahlkampfspenden gesucht oder angenommen. Das gibt der Chamer Bevölkerung die Gewissheit, dass ich lediglich ihr Rechenschaft schuldig bin und im Falle einer Wahl in den Gemeinderat keine „hidden agenda“ habe. Meine Positionen sind nicht zuletzt auch aufgrund meines Internetauftritts bekannt und transparent.

Insgesamt hoffe ich, dass sich der Aufwand für meine Partei und natürlich auch mich selber gelohnt haben wird. Der „Bergpreis“ des Amtes als Gemeinderat würde mich sehr freuen.

Das VW-Büssli wird mich und meine Buben übrigens auch über die Wahlen hinaus begleiten und für anderes in Szene gesetzt werden. Aber erst einmal eines nach dem anderen.

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