Wie meine regelmässigen Leser wissen, stört mich nichts mehr als Inkonsequenz. So verhält es sich auch mit der Diskussion um den Klimawandel. Alle finden ihn schlecht, zu wenige sind bereit, sich dafür persönlich einzuschränken. Von 2016 bis 2018 bin ich täglich mit dem Auto von Cham nach Zürich gependelt. Distanzmässig soweit nicht übermässig weit, aber sehr nervenaufreibend und zeitvernichtend. Tagtäglich habe ich mich über die Autopendlerei aufgeregt und bin zum Entschluss gekommen, dass ich es einmal anders versuchen will. Wie es früher mein Vater gemacht hat, wollte ich fortan mit dem Velo zu Arbeit. Dazu musste ich meinen Lebensentwurf ändern.

Gesagt, getan. Anfang Jahr hatten wir noch drei Autos in unserer Garage stehen. Im März musste mein «PS-Monster» dran glauben, im Oktober nun habe ich meinen VW-Bus verkauft. Stattdessen verkehre ich nun mit einem E-Bike zwischen Cham und Zug. Ich bin begeistert. Cham, Bärenkeisel – Zug, Bahnhofstrasse in 10 Minuten und mit schätzungsweise 5 Schweissperlen. Anstatt «walk the talk» heisst es bei mir nun auch «bike the talk».

Was hat es gebracht? Ich verdiene zwar viel weniger als noch letztes Jahr. Aber ich bin zufriedener und flexibler in der Unterstützung des Familienlebens. Nun hoffe ich, dass es mir gelingt, für meine – in Cham ausgeübte – berufliche Tätigkeit als unabhängiger Vermögensverwalter genügend Kunden zu gewinnen, um auf einen «grünen Zweig» zu kommen. Denn: Kurze Arbeitswege müssen erstens möglich sein und man muss sie sich leisten können. Oft ein Zielkonflikt. Zur Lösung müssen sich sowohl Arbeitgeber, als auch Arbeitnehmer flexibel zeigen.

Leave a Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.