Am 23. August 2018 fand in der Papieri das von der FDP Cham und der Cham Group gemeinsam organsierte Fortschrittsforum mit dem Titel «Fortschritt – Chancen für die Schweiz und Cham» statt. Rund 130 Personen fanden den Weg in den altehrwürdigen Kalandersaal, um aus verschiedener Perspektive darüber zu diskutieren, was Fortschritt bedeutet und welche Bedingungen es dafür braucht.

Als erstes macht sich Petra Gössi, Präsidentin der FDP.Die Liberalen Schweiz für eine digitale «Aufklärung 2.0» stark. Die Schweiz habe die erste Halbzeit der Digitalisierung verpasst, nun müssten wir alle uns mit dem Thema auseinandersetzen, um den Zug nicht zu verpassen. Sie wehrt sich dagegen, dass mit der Digitalisierung von gewissen politischen und gesellschaftlichen Kreis Angst geschürt wird.

Philipp Buhofer, Unternehmer und Verwaltungsratspräsident der Cham Group, erinnerte daran, dass es manchmal harte Entscheide brauche, um Fortschritt zu ermöglichen. Er verwies dabei insbesondere auf die Transformation der Cham Paper Group in die nun formierte Immobiliengesellschaft Cham Group. Er plädierte zudem für mehr gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Mut, Risiken einzugehen.

Dr. Stefan Lüthi, Dozent am Institut für Regionalökonomie an der Hochschule Luzern, stricht heraus, dass es für die Entwicklung eines Areals oder einer Region wichtig sei, einen klaren Plan und den Mut, selektiv zu sein, brauche. Es liege in der Natur des Menschen, dass er möglichst schnell Resultate sehen wolle und dabei aber oft der Blick für das grosse Ganze verloren gehe. Das Papieri-Areal betrachtet er als einmalige Chance für Cham.

Zum Abschluss der Impulsreferats-Reihe zeigte Jürg Erismann, Head Site Basel und Kaiseraugust von F. Hoffmann-LaRoche AG, auf, was es braucht, um erfolgreich grössere Ansiedlungsprojekte zu realisieren. Erismann war federführend beim starken Ausbau von Roche am Standort Rotkreuz. Für Cham wird in Zukunft sicher auch Erismanns Tipp sein, dass die Behören sich flexibel und vorausschauend zeigen müssen. Zudem sind fortschrittliche Firmen oftmals auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen, da die Nachfrage durch Inländer schlichtweg nicht gedeckt werden kann.

Bei der abschliessenden Panel-Diskussion, zu welcher sich Gemeindepräsident Georges Helfenstein gesellte, prägte dieser die Metapher vom «Dornröschen» Cham, welches aus dem Schlaf erwacht sei. In der Tat kann festgestellt werden, dass nach dem ersten FDP-Workshop «Wirtschaftsstandort Cham» vom August 2014 in Hagendorn Zug in die Chamer Wirtschaftsförderung gekommen ist. Ich bin überzeugt und stolz darauf, dass das Fortschrittsforum dem Dornröschen Cham weiteres Leben eingehaucht hat und unsere Gemeinde die Chance «Papieri-Areal» nutzen wird, um die Wirtschaftskraft merklich zu steigern.

Die FDP Cham freute sich sehr, Parteipräsidentin Petra Gössi zu Besuch zu haben. Im Bild: Arno Grüter, Petra Muheim Quick, Andreas Hostettler, Petra Gössi, Florian Weber, Thomas Gander und Jill Nussbaumer. Bild: Charly Werder

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