Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe oder das Selbstvertrauen zu verlieren.

Robert Frost

Der Wohlstand der Schweiz basiert stark auf einem sehr guten Bildungssystem. Die Schweiz war stets offen für kluge Köpfe aus dem Ausland und mit dem dualen Bildungssystem verfügt die Schweiz für einen Garanten für qualitativ hochstehendes Berufswesen. Dieses müssen wir erhalten. 

Mein Ziel

Ein förderndes und gleichzeitig forderndes Bildungssystem ist Grundlage unseres Wohlstandes. Ich setze mich für ein Bildungssystem ein, welches mündige, kritische und frei denkende Bürger ausbildet, die zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prosperität der Schweiz beitragen. Mündige Bürger sind der Schlüssel für einen effizienten Staat, denn sie kommen ohne die schützende und oftmals bevormundende Hand des Staates durchs Leben.

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Quote in % an mündigen Bürgern

Meine Prioritäten für das Bildungssystem

Bildung ist essentiell für eine Gesellschaft. Sie ist die Basis für den Wohlstand in der westlichen Welt.

Bei meiner politischen Tätigkeit lasse ich mich von den Bedürfnissen der kommenden Generationen leiten. Wenn die Schweiz sich in einer immer kompetitiveren Welt ihren Wohlstand sichern will, muss sie daran arbeiten, dass das Bildungssystem auf der Höhe der Zeit und anspruchsvoll ist. Fordern und fördern ist das Gebot der Stunde. Gewisse Entwicklungen in unserem Bildungssystem laufen aber auf eine Schwächung hinaus. Hier möchte ich an verschiedenen Stellen anpacken.

Für eine starke Stellung der Berufslehre

Für unser duales Bildungssystem werden wir auf der ganzen Welt bewundert. Gute Berufsleute sind die Basis der Wirtschaft. Insbesondere aufgrund des Wandels hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft muss dem Handwerk wieder ein spezielles Augenmerk gewidmet werden, denn hier sind Fähigkeiten vereint, welche heute und morgen gefragt sein werden. Denn auch ein „Bürolist“ ist darauf angewiesen, dass jemand weiss, wie man ein Pult baut, wie man einen Stromleitung verlegt oder ein Kommunikationsnetz installiert. Spätestens beim Znüni oder dem Mittagessen ist er darauf angewiesen, dass es junge Leute gibt, welche wissen, wie man Fleisch, Brot oder Gemüse fachmännisch gewinnt oder zubereitet.

Weniger Experimente

Das Schweizer Schulsystem muss immer wieder bildungspolitische Experimente verdauen. Diese Experimente werden oftmals in den Elfenbeintürmen der pädagogischen Hochschulen losgetreten und von gewissen politischen Kreisen sehr gerne übernommen. Die integrierte Förderung („IF“ – also die Eingliederung von verhaltensauffälligen oder geistig behinderten Kindern) in die Regelklassen ist eine solche Entwicklung. Ohne Grund wurde „IF“ in den Lernplänen festgelegt. Was war am Status Quo nicht mehr gut? Die Lehrpersonen und Schüler sind überfordert. Selbstverständlich wird dies nur hinter vorgehaltener Hand so ausgesprochen. Was nicht sein darf, kann nicht sein. Auch werden ständig neue Lernformen erprobt und als der Weisheit letzter Schluss propagiert.  Für mich ist die Schule kein Experimentierlabor. Sie hat eine klaren Auftrag und es ist nicht einzusehen, weshalb ständig – analog der Armee – reformiert wird.

Abbau von Bürokratie

Alles muss schriftlich festgehalten und protokolliert werden. Den Lehrpersonen werden Sitzungen vorgeschrieben. Kurzum: Auch das Schulsystem wird immer mehr formalisiert. Das führt zu einer immer mehr um sich greifenden Bürokratie. Das ist aus meiner Sicht eine Entwicklung, welche dem Bildungssystem schadet und es ineffizient macht. Die Lehrer müssen ihre Zeit wieder für die Vermittlung von Wissen verwenden können.

Stärkung der MINT-Fächer

Wir leben in einer immer schnelllebigeren Gesellschaft, welche aufgrund der neuen Technologien stark von naturwissenschaftlichen und technischen Fächern geprägt ist. Wir sind deshalb darauf angewiesen, dass in der Schweizer Schulen junge Leute mit einem tiefen Wissen in Mathematik, Informationstechnologie (IT), Naturwissenschaften und Technologie ausgebildet werden. Die Schweiz als Land, welches arm an natürlichen Ressourcen (ausser der wunderschönen Landschaft natürlich) ist, ist eine Wissensgesellschaft. Ich erachte es als sehr wichtig, dass die sogenannten MINT-Fächer bei den Jugendlichen an Beliebtheit gewinnen.

Stärkung der Lehrpersonen

Früher waren Lehrpersonen Respektspersonen. Was die Lehrperson sagt, galt. Heutzutage ist dies leider nur noch ansatzweise so. Von der Schule wird verlangt, dass sie zahlreiche gesellschaftliche Fehlentwicklungen (z.B. antiautoritäre Erziehung, Individualismus, das Kind als Projekt zur nachgeholten Selbstverwirklichung) korrigiert und die Kinder „zurechtbiegt“. Es ist auch keine gute Entwicklung, wenn an den Elternabenden Anwälte die Eltern vertreten.

Den Lehrpersonen muss wieder der Rücken und ihre Autorität gestärkt werden, und sie müssen von unnötiger Bürokratie im Schulbetrieb („Formularwesen“) befreit werden, damit sie sich ihrer Kernaufgabe, dem Übermitteln von Wissen, konzentrieren können.

Spätfranzösisch

Ich bin dezidiert der Meinung, dass Französisch Bestandteil des Lehrplans sein muss. Aber erst in der Oberstufe. Warum?

Einerseits ist der Lehrplan in der Unterstufe überfrachtet. Schülerinnen und Schüler müssen sich mit einer Sprache identifizieren können und deren Nutzen sehen, wenn sie sie erlernen. Das ist beim Französisch in der Primarschule nicht der Fall. Beim Englischen aber schon.

Die Kinder sollen zuerst richtig Deutsch lernen. Heute ist dies leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Das Englisch soll anschliessend folgen.

Studien haben gezeigt, dass Französisch in der Oberstufe um einiges schneller gelernt wird, weil die reiferen Schüler systematischer vorgehen und im Oberstufen-Alter einen besseren Zugang zum Französisch haben.

Die Idee des obligatorischen Austausches mit Westschweizer Schulen finde ich sehr gut. Es ist zu hoffen, dass es auch praktikabel ist.

Generell soll unser Bildungssystem wieder näher an die Bevölkerung gerückt werden. Die Art und der Inhalt der Bildung müssen vom Volk getragen werden – nicht von Wissenschaftlern oder Beamten im Elfenbeinturm.

Welche Erfahrungen machen Sie mit dem Bildungssystem? Ich freue mich, von Ihnen zu hören.