Warum sollte man sich verhüllen?

In der aktuellen Ausgabe der NZZ hat Chefredaktor Eric Gujer einen sehr guten Kommentar zur aktuellen Diskussion um das „Burka-Verbot“ verfasst.

Je der von mir sehr geschätzte US-Investor Charlie Munger (Geschäftspartner von Warren Buffett) jeweils zu sagen pflegt: „I have nothing to add.“

Hier geht es zum Artikel.

Wer nun behauptet, ein Verhüllungsverbot sein nicht liberal, dem halte dagegen, dass „liberal“ 1. ein sehr oft missbrauchtes Wort ist und 2. es nicht bedeutet, dass alle einfach machen können, was sie wollen („anything goes“, „laissez-faire“).

In einer liberalen Gesellschaft schreibt einem der Staat nicht vor, wie man zu leben hat.

Damit die allgemeine Freiheit vor dem Staat und den anderen Bürgern gewahrt werden kann, bedarf es eines gewissen Masses an Regeln, zu denen aus Gründen der öffentlichen Sicherheit auch ein Verhüllungsverbot zählen darf. Warum soll man sein Gesicht nicht zeigen dürfen oder wollen?

Des Weiteren sind aus meiner Sicht Religion/Glaube und Staat strikte zu trennen.

Wir haben in der Schweiz zwar ein christlich geprägte Leitkultur (was ich auch gut finde), aber der Staat hat einem nicht vorzuschreiben, an was man zu glauben hat. Genau so wenig, wie der Glaube – sei es der christliche, der jüdische und schon sicher nicht der muslimische – zu bestimmen hat, wie das Zusammenleben geregelt wird.

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