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Das Jahr 2022 wird nicht unter „ferner liefen“ in die Annalen eingehen. Nachdem die Corona-Pandemie einigermassen überstanden war, pflügte die Invasion Russlands in der Ukraine die Weltordnung definitiv um. 2022 wird das Jahr markieren, in dem nach 30-jähriger, relativer geopolitischer Ruhe die Blockbildung „West vs. Ost“, „Demokratie vs. Autokratie“ wieder manifest wurde.

Dies hat in der Schweiz Implikationen für die Sicherheits- und Energiepolitik, aber sehr direkt auch für die Wirtschaft. Die Rolle von und das Verhältnis zu China muss neu überdenkt werden. Die Schweiz wird nicht darum herumkommen, China in Zukunft zwar immer noch als Absatz- und Produktionsmarkt zu haben, dabei aber viel vorsichtiger vorzugehen (Stichwort: Spionage). China hat einen klaren Plan. Also müssen auch die Schweiz und der Westen einen klaren Plan haben. Generell wird der Umgang mit Autokratien für Wirtschaft und Politik eine zentrale Herausforderung.

Die verschiedenen Krisen haben 2022 uns alle aufgeschreckt. Das ist zwar unschön, aber besser ein früher Weckruf, als ein zu spätes, unsanftes Erwachen. Die Politik ist aufgefordert, nun konkrete Pläne zu schmieden und umzusetzen, damit wir in der Schweiz unseren Frieden, unseren Wohlstand und unsere Kultur wahren können. Die Geschichte hat gezeigt, dass das Modell „Schweiz“ ein Vorbild für eine künftige Weltordnung sein kann. Und die Schweiz darf international mutig auftreten und seine Werte vertreten. Neutralität ist gut und wichtig. Aber wegzuschauen ist keine Haltung.

In diesem Sinne freue ich mich auf ein 2023 voller gezieltem Tatendrang und mutigen, entschlossenen, zukunftsorientierten Entscheidungen. „Do“ (Machen) statt „Doubt“ (Zweifel) ist die Devise.

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