Die Medienlandschaft hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Mit dem Eindringen des Internets in die Fernsehwelt kann man frei wählen, wann man welche Unterhaltung und Informationen konsumieren möchte. Früher war das anders. Da gab es das Schweizer Fernsehen, welches das Volk über die Geschehnisse in der Welt informiert hat. Aber das ist schon lange vorbei. Fernsehen zu machen oder Informationen zu verbreiten kostet heutzutage noch einen Bruchteil von früher. Deshalb sind immer mehr private in den einst fast abgeschotteten Markt für Fernsehunterhaltung und Information eingedrungen. Mittlerweile muss konstatiert werden:

Es kann nicht die Aufgabe des Staates sein, die Leute mit Zwangsabgaben (sprich: Steuern) finanzierten Fernsehsendungen zu unterhalten.

Sozusagen eine „Animation publique“.

Wenn es einen Markt für Unterhaltung gibt, soll dieser durch Private bedient werden. Mag sein, dass das Staatsfernsehen einen minimalen Auftrag an Grundversorgung hat. Aber kann auch nur noch eine Frage von einigen Jahren sein. Wenn ich mir heutzutage das Schweizer Fernsehen anschauen – was sehr selten vorkommt – muss ich sagen, es gibt eigentlich kein Element, welches nicht auch von Privaten zur Verfügung gestellt werden könnte. Darüber hinaus ist das Schweizer Fernsehen politisch nicht neutral. In vielen Sendungen schwingt der Unterton von linkem Klassenkampf mit. Seit der Bundesrat nun das Volk über den Tisch gezogen hat und der Souverän sich bereit erklärt hat, pro Jahr satte CHF 400.- Fernseh-Steuer zu entrichten, muss sich SRF gefallen lassen, dass über seine Daseinsberechtigung diskutiert wird.

Ich persönlich bin mittlerweile soweit, dass ich sagen muss: Das Schweizer Fernsehen und Radio braucht es nicht. Es gibt ja auch keine Schweizer Zeitung und es geht sehr gut ohne. Private können die wahren Bedürfnisse der Leute besser abdecken – und dies mit offenem politischem Visier. Es kann linke oder rechte Sender geben. Das ist mir viel lieber, als das subtile politische „Gschmäckle“, welches bei SRF immer mitschwimmt.

Ich bin deshalb für die „No Billag“-Initiative.

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