Gewisse Leute werden jetzt wohl denken, dass ich wieder einmal übertreibe. Aber denken wir Folgendes einmal durch.

Facebook ist mittlerweile extrem – ich brauche dieses Wort sehr selten – dominant geworden und hat das Leben von enorm vielen Menschen, Firmen, Vereinen usw. bis in die letzten Ecken und Kapillaren durchdrungen.

In der Schweiz leben wir den Föderalismus. Die Kontrolle ist bei den Bürgern oder den Gemeinden. Facebook ist das Gegenteil von Föderalismus. Facebook ist mittlerweile ein gespenstisch wuchernder Zentralstaat, der mehr Informationen über uns alle hat, als es sich in der DDR die Stasi je gewünscht hätte.

Wollen wir das so zulassen und einfach weitermachen?

Wir sollen und müssen die Chance der Digitalisierung nutzen, dabei aber einigermassen nüchtern auch die Gefahren im Auge behalten. Ich finde es gefährlich, wenn wir unser Leben völlig digitalisieren. Denn digital bedeutet zwar, dass Informationen und „Tools“ immer und überall verfügbar sind. Das erleichtert, ja rationalisiert unser Leben. Es bedeutet aber auch eine grosse Abhängigkeit und Verletzlichkeit jedes einzelnen und der Gesellschaft.

Deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass die Stimmung irgendeinmal kippen wird und die Leute sich wieder mehr mit dem Analogen auseinandersetzen werden. Das wird dann sozusagen das Post-Facebook’sche Leben sein. Ich persönlich stelle mich langsam darauf ein. Wahrscheinlich bin ich noch zu früh, aber das war ich schon öfters.

Auf alle Fälle verfolge ich das Thema weiter.

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