Die Mär vom Steuerparadies Schweiz sollten wir langsam hinter uns lassen. Der Artikel von Hansueli Schöchli in der NZZ vom 31. Januar 2017 zeigt dies deutlich.

Rechnet man alle expliziten und impliziten Steuern mit ein, ist das Schweizer Steuerniveau in etwas durchschnittlich. „So liegt die effektive Steuerbelastung für hohe Einkommen im Mittel der Kantonshauptorte bei etwas 45%“, kommt der Artikel zum Schluss. Wir sind also näher an der Hölle, als wir denken.
Und der Trend ist klar: Wir geben immer mehr unseres – teilweise sauer – verdienten Geld an die Allgemeinheit ab.

Auch dies: Im Kern keine gute Entwicklung.

Immer mehr geben wir an den staatlichen „Honigtopf“ ab.

Es ist deshalb rational nachvollziehbar, dass auch Netto-Zahler irgendwann einmal das Gefühl haben, für diesen grossen Club-Beitrag etwas zurück haben zu wollen. Nur: Irgendwann kippt dieses System, denn es funktioniert nur solange, wie mehr einbezahlt wird, als bezogen wird. Dass dabei das wichtige Prinzip der Selbstverantwortung ausgehölt wird, macht die Sache noch schlimmer.

Deshalb: Wenn wir den Sozialstaat in seiner aktuellen Form erhalten wollen – wofür ich stark plädiere -, müssen wir das Prinzip der Selbstverantwortung hoch halten und pflegen.

Dazu zählt auch, dass die Steuerlast auf einem erträglichen, ausbalancierten und nachhaltigem Niveau gehalten wird.

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