In den vergangenen Tagen haben sich die Firma Apple und der US-Nachrichtendienst FBI eine Auseinandersetzung geliefert. Es geht um die Frage, ob Apple eine Software bauen muss, welche es erlauben würde, iPhones zu knacken, damit man im Falle von Verbrechen o.ä. zu zusätzlichen Informationen kommt.

Gewisse Leute sagen, um den Terrorismus zu bekämpfen, müsse es möglich sein, an solche Daten heran zu kommen. Es geht in der Essenz also um die Fragen von Freiheit des Einzelnen versus die Sicherheit (vom wem eigentlich?).

Ich bin ganz klar der Meinung, dass im Zweifelsfall die Freiheit des Einzelnen über die Sicherheit von wenigen zu stellen ist. Warum? Ich erachte die Gefahr von Missbrauch bei staatlichen Eingriffen in das Privatleben als zu gross.

Was passiert mit meinem Daten, wenn sie in der Hand des Staates sind?

Wer garantiert mir, dass meine Daten nicht in die Hände von Terroristen, Erpressern oder sonstigen Schurken geraten? Was macht der Staat mit meinen Daten? Mit welchen Motiven?

Mit dem Datenschutz und der Privatheit ist es wie mit dem Föderalismus: Kleinere, unabhängige Einheiten sind in der Summe ein stärkeres System, als grosse, unkontrollierbare Gebilde. Wenn es in einem Staat möglich ist, dass sich einige wenige „Gute“ geheim gegen die ausser Kontrolle geratene Macht auflehnen, ist das sehr viel wert. Wenn es keine Privatheit mehr gibt, ist dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet und es ist eine Frage der Zeit, bis eine Katastrophe eintritt.

Für mich ist die persönliche Freiheit eines der höchsten Güter, die wir haben. Sie muss unbedingt geschützt werden. Deshalb bin ich auch konsequent für den Erhalt des Bankgeheimnisses, wie wir es kennen.

Die Kontrolle über die persönlichen Daten muss beim Individuum bleiben.

Unter allen Umständen.

Leave a Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

All rights reserved Salient.