Wie soll die Schweiz sich weiterentwickeln? Und welche Rolle spielt dabei die Migration?

Die Schweiz hat in den letzten 20 Jahren ein markantes Bevölkerungswachstum verzeichnet. Ist das gut? Es kommt auf die Sichtweise an. Einerseits ist es Zeichen des Erfolgs. Andererseits erlebe ich in der politischen Arbeit immer mehr auch, dass viele Menschen die Entwicklung mit einer gewissen Sorge beobachten. Wir müssen uns deshalb aktiv damit auseinandersetzen und clever vorgehen.

Quantitatives Wachstum

Die Schweiz ist zwischen der Einführung der Personenfrüzügigkeit mit der EU 2002 und 2022 um rund 1,4 Millionen Menschen gewachsen. Das entspricht pro Jahr einer Stadt der Grösse von St. Gallen.

Die Migration hat für die Schweizer Wirtschaft aber lediglich zu einem Mengenwachstum geführt. Die Produktivität der Arbeitnehmer hat sich im Vergleich vergleichbaren Ländern unterdurchschnittlich entwickelt.

Das Wachstum war also lediglich quantitativer, nicht qualiativer Natur.

80000
zusätzliche Einwohner pro Jahr in der Schweiz
1
Prozent hat das Pro-Kopf-Wachstum des Bruttoinlandproduktes in diesem Zeitraum betragen

Den Tatsachen ins Auge schauen

Die Schweiz ist zunehmend auf Migration angewiesen. Vielen Branchen bekunden Mühe, Arbeitsplätze zu besetzen. Will die Schweiz ihren Wohlstand bewahren, kommt sie nicht darum herum, Migration bewusst zu fördern, dabei aber sehr wählerisch zu sein. Unkontrollierte Einwanderung gefährtet über kurz oder lang den sozialen Zusammenhalt in der Schweiz. Es braucht deshalb clevere Rezepte, damit Immigration als Chance, und nicht als Gefahr betrachtet werden kann.

Planung

Andere Länder wie Kanada machen es vor: Sie haben genaue Vorstellungen davon, welche Art von Immigration gewünscht ist. Wirtschaftsmigranten müssen einen klar erkennbaren Beitrag zur Prosperität des Landes leisten können. Selbstverständlich muss dabei die Wirtschaft der treibende Faktor sein, da staatliche Planwirtschaft noch selten von Erfolg gekrönt war.

Integration

Wer in der Schweiz lebt, muss sich richtig integrieren. Das heisst, unsere Sprache und Kultur kennen und anerkennen. Parallelgesellschaften müssen unbedingt verhindert werden.

Umsetzung

Es müssen in den Verwaltungsstellen von Bund und Kantonen die Voraussetzungen geschaffen werden, damit die Planung der Immigration auch wirklich umgesetzt werden kann.

Asyl nur für Verfolgte

Das Asylwesen darf nicht von Wirtschaftsmigranten absorbiert werden, die ein besseres Leben suchen, aber nicht an Leib und Leben gefährdet sind. Die Voraussetzungen für die Gewährung von Asyl müssen streng sein und die geltenden Gesetze durchgesetzt werden. Fehlanreize sind weiter zu beseitigen.

Geopolitische Entwicklungen und der Klimawandel werden dazu führen, dass in den kommenden Jahren global die Migration weiter zunehmen wird. Es ist im Interesse des Westens und insbesondere auch der kleinen Schweiz, bei den Ursachen dieser Migration anzusetzen.

Migration ist ein Symptom

Man muss deshalb nicht die Symptome, sondern die Ursachen anpacken.

Klimawandel bekämpfen

Der Klimawandel wird in den nächsten Jahrzehnten zu grossen Migrationsströmen führen, weil Menschen ihre Lebensgrundlage verlieren. Die Schweiz hat deshalb grösstes Interesse daran, mit Know How und Kapital dafür zu sorgen, dass einerseits der Klimawandel gestoppt wird, andererseits aber auch, dass die Menschheit mit den Folgen besser umgehen kann.

Paradigmenwechsel in der Entwicklungshilfe

Die Schweiz muss in der Entwicklungshilfe darauf hinarbeiten, dass mehr Wissen und Technologie exportiert wird. Hilfe zur Selbsthilfe ist nachhaltiger, als einfach mit viel Geld jahrelang Entwicklungsprojekte am Leben zu halten, welche aber die grundlegenden Strukturen nicht verbessern.

Demokratie

Auf der politischen Ebene muss in willigen Staaten die Demokratie gefördert werden, weil sie bewiesenermassen zu Wohlstand und somit zu weniger Migration führt.

Geschäftsmodelle vereiteln

Migration ist mittlerweile ein Geschäftsmodell geworden. Mit gezielten Massnahmen muss unterbunden werden, dass dies so bleibt und Flüchtlinge für nicht Wenige ein lukratives Geschäft sind.

Was meinen Sie dazu?