Neues Jahr – neues Glück? Wir werden sehen.

2016 ist Geschichte. Es hat vor allem weltpolitisch ziemliche Spuren hinterlassen. Ich verweise dafür auf die  verschiedenen Jahresrückblicke.

In der Schweiz hat die Umsetzung der Masseneinwanderungs-Intiative bewegt. In den letzten Tagen bin ich verschiedentlich darauf angesprochen worden. Man hat das Gefühl, die FDP habe das Schweizer Volk verraten. Bei der FDP Cham ist deswegen sogar ein Mitglied ausgetreten. Nun gut – er war wohl nicht der „vergiftetste“ FDPler. Diesem Vorwurf muss ich entschieden entgegen treten. Man kann sagen, dass die FDP, nachdem der Bundesrat geschlafen und die SVP sich keinen Deut um das Thema gekümmert hat, im Hinblick auf die „Deadline“ vom Februar 2017 vorwärts gemacht hat. Sie hat eine Lösung präsentiert, welche die Intitiative halbwegs (das bestreitet ja auch niemand) umsetzt und den Burgfrieden mit der EU aufrecht erhält. Von der SVP bin ich einmal mehr enttäuscht. Sie lancieren eine Initiative, welche nicht wirklich ausgegoren ist und viel Interpretationsspielraum lässt, und lassen dann die anderen Parteien die Arbeit machen. Wie wie genau die SVP selber die Intiative umgesetzt hätte, konnte man eigentlich nirgends richtig vernehmen. Selbstverständlich: man hätte es draufankommen lassen und die Bilateralen auf’s Spiel setzen können. Das wäre dann aber für die Clientele der Volkspartei nicht sonderlich gut gewesen, da 70% des Aussenhandels mit der EU stattfindet und daran sehr viele Büezer-Arbeitsplätze hängen. Also – die Schweiz hat etwas Zeit gewonnen. Und nun müssen die Karten auf den Tisch. Das Volk soll entscheiden, ob die Bilateralen Verträge gekündigt werden sollen. Der Bundesrat hat dies erkannt. Man kann gespannt sein. Vor allem auch auf die Reaktion der SVP. Dieses Thema wird die Schweiz auch 2017 bewegen.

Sehr wichtig wird die Annahme der Unternehmenssteuer-Reform 3 am 12. Februar 2017 sein. Die Vorlage ist einigermassen komplex, was durchaus Verwirrungs- und Gefahrenpotential weckt. Wenn aber alle „Player“, welchen die Wirtschaft etwas wert ist, an einem Strick ziehen, sollte die Vorlage beim Volk durchkommen. Selbstverständlich gibt es auch hier keinen Plan B und die Reform kann bachab geschickt werden. Ich bin dann aber gespannt, welche Rezepte die linken Gegner bereit halten.

Zum Jahresauftakt 2017 bin ich heute Morgen dem üblichen Zuger Nebel entflohen und als einer der Ersten auf den leider schneefreien Zugerberg gefahren. Die Sonne hat das neue Jahr traumhaft begrüsst. Beim Hintergeissboden habe ich eine Föhre entdeckt, welche ich in den letzten fast 12 Jahren, seit ich in der Gegend bin, noch nicht entdeckt habe.

Diese Föhre möchte ich als politisches Symbol ins neue Jahr nehmen.

Sie verkörpert Vitalität, Kraft, Beständigkeit und – aufgrund des Standortes – auch Weitblick.

In diesem Sinne: Es gibt auch 2017 wieder viel zu tun. Mit guten, starken Wurzeln soll es angepackt werden.

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