Die Wahlen 2015 sind Geschichte. Die Schweiz hat entschieden, wer in den nächsten vier Jahren in Bern die Gesetze und Geschicke des Bundes bestimmen soll.

Ich bin im Nachgang zu den Nationalratswahlen verschiedentlich gefragt worden, ob ich mit dem Resultat und dem Ausgang der Wahlen zufrieden sei. Um es vorweg zu nehmen: Ja.

Allgemeine Beurteilung

Allgemein freut es mich, dass die FDP es geschafft hat, den Turnaround einzuleiten (wie wir es übrigens im Herbst 2014 bei den kantonalen Wahlen in Cham vorgemacht haben!). Nach Jahren, ja Jahrzehnten der Sitzverluste ist es meiner Partei gelungen, wieder ein eigenständiges und klareres Profil zu finden. Grosser Dank gebührt an dieser Stelle unserem Parteipräsidenten Philipp Müller. Dank seinem unermüdlichen Einsatz in den letzten Jahren hat die Partei wieder an innerer Stärke gefunden. Diesen Weg gilt es weiter zu beschreiten. An mir soll es nicht liegen. Ein Wehrmutstropfen ist jedoch, dass die FDP im Kanton Zug weiter an Terrain verloren hat. Das muss bei den nächsten Wahlen anders sein und eine offene Analyse ist nun angesagt.

Meine Kandidatur

Prima vista war ich mit meinem Resultat mässig zufrieden. Nicht einmal 2’000 Stimmen! Nun gut. Meine mittlerweile durchgeführte Analyse hat die Stimmung gehoben.

Zuerst gilt es festzuhalten, dass ich meine 1’706 Stimmen als Zugezogener und ohne das „Zugpferd“ eines bisherigen Kandidaten gewonnen habe. Das heisst, es gab keinen Strom, in welchem ich hätte mitschwimmen können. Von meinen Stimmen wurden lediglich 25% (433) mit unveränderten Wahlzetteln gewonnen. Das bedeutet, dass bei 75% meiner Stimmen die Wähler aktiv meinen Namen bearbeiten mussten. Das ist ein Spitzenwert, welchen mehr oder weniger nur die Gewählten erreichen. Fast 20% der Stimmen habe ich auf Listen ohne Parteibezeichnung geholt. Auch das ein Spitzenwert, welcher mich sehr freut. In Zeiten, in welchen die Wähler immer weniger eine Partei, sondern Köpfe wählen, ist das für mich ein besonders erfreuliches Indiz. Es ist auch schön zu sehen, dass ich in meiner Gemeinde einen recht grossen Rückhalt geniesse, gleichzeitig aber auch in Zug mobilisieren konnte. Potential besteht jedoch eigentlich in allen anderen Gemeinden.

Zu guter letzt gilt es festzuhalten, dass mein Wahlbudget relativ bescheiden war und ich mich in Anbracht der begrenzten Wahlchancen wahlkampftechnisch nicht verausgabt habe. In beiden Bereichen liegt sicherlich noch mehr drin.

Nach den Wahlen stehe ich nun mit vielen wertvollen Erfahrungen, neuen Kontakten und prägenden Eindrücken da. Ich bin sehr dankbar, dass ich meinen „Rucksack“ damit füllen durfte.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei allen bedanken, welche mich bei meinem Vorhaben unterstützt haben. Insbesondere meine Familie musste oft zurückstecken und deshalb wird sie in den nächsten Monaten wieder den Stellenwert bekommen, welchen sie verdient hat.

Die breite Unterstützung an meinem Wahlkampf ist für mich eine Verpflichtung, den Ball nach einer etwas ruhigeren Phase wieder aufzunehmen und in der Luft zu behalten.

 

Das absolute Highlight der der Wahlkampagne flatterte jedoch heute ins Haus: ein persönlich unterzeichneter Dankesbrief von Bundesrat Didier Burkhalter. Das motiviert unbeschreiblich!

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