Das politische Engagement hat – nicht nur in der Schweiz – einen schweren Stand.

Aus eigener Erfahrung weiss ich: Viele Bürger wüssten zwar, wie man „es“ machen müsste und woran „es“ liegt. Selber aber etwas dafür – also die politische Gestaltung der Gesellschaft nach seinen Vorstellungen – tun, möchten sie nicht, denn der Leidensdruck ist dann doch zu wenig gross. Es geht einem ja gut.

In einem Artikel in der NZZ vom 27.1.2017 schreibt Thomas A. Becker zu recht, dass der Liberalismus eine Art Opfer des eigenen Erfolges geworden ist. Unsere Gesellschaft ist heute so frei, wie wohl noch nie. Man kann sich frei entfalten und ein gutes Leben führen. „Dafür kämpfen muss man an und für sich nicht“, scheint die Devise zu sein.

Das ist eine gefährliche Entwicklung, denn unser liberales Gesellschaftsmodell wird in regelmässigen Abständen von verschiedenen Seiten torpediert. Der Liberale befindet sich also in einem ständigen Abwehrkampf. Umso wichtiger ist es, dass es Leute gibt, welche sich diesem „Kampf“ stellen. Auch gegen den Strom.

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