Wieder hat Coop es getan: Mit der bereits nächsten Sammelaktion „Banana!“ legt der Grossverteiler in Sachen Materialverschwendung nochmals nach.

Wir erinnern uns: Im Winter und Frühling lief die Aktion mit den „emojis“. Kurz nachdem Coop begonnen hatte, für ein Plastic-Säckli 5 Rappen zu verlangen, um damit einen Beitrag an die Schonung der Umwelt zu leisten, wurde die Aktion mit den Gummi-Saugnäpfen gestartet. Auf diese Weise wurde tonnenweise ohne erkannbaren Mehrwert für die Gesellschaft, aber für den Abfallkübel, produziert.

Mit der neuesten Aktion nun provoziert Coop zwei Effekte:

Einerseits wird die Umwelt mit wiederum tonnenweise Material belastet, welches spätestens nach einigen Wochen – wie im Hause Grüter – wieder die Kehrichtsäcke verstopft. Andererseits wird durch die ständigen Sammelaktionen bei den Kindern ein kontraproduktiver Konsumzwang provoziert. Eine gesellschaftspolitisch höchst fragwürdige Massnahme einer Firma, welche unter dem Titel „Taten statt Worte“ (vgl. Video unten) die Nachhaltigkeit hoch hält.

Ich hatte nichts gegen die Sammelaktion unter dem Thema „Natur“, bei welcher die Kinder sogar noch etwas lernen konnten. Bei den ständigen Sammelaktionen mit emoji, Minions etc. erliegt Coop wohl der Macht des Geldes respektive den Verlockungen, welche Disney & Co. als Deal präsentieren.

Schade. Von einer Firma, welche mit Naturaplan und einem umfassenden Biosortiment positiv von sich reden macht, hätte ich eine höhere Sensibilität erwartet. Als Genossenschafter und sehr treuer Coop-Kunde bin ich enttäuscht. Ich hoffe, dass möglichst viele Leute Coop mit einem Verzicht auf die Märkli und Minions-Puppen zu einem Umdenken bewegen können.

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